Das Gimp-Team hat eine Roadmap für die weitere Entwicklung seiner freien Bildbearbeitung veröffentlicht. Zudem wurde eine Umstellung der Entwicklung beschlossen, um lange Verzögerungen wie bei der kommenden Version Gimp 2.8 künftig zu vermeiden.

Die im Gimp-Wiki veröffentlichte Roadmap für die freie Bildbearbeitung Gimp gibt einen Überblick über die geplanten neuen Funktionen und zeigt auf, welche Bedeutung die Gimp-Entwickler den einzelnen Themen beimessen. Die Roadmap erstreckt sich über sechs Gimp-Versionen – von 2.8 bis 3.8.

Ab Gimp 3.0 soll das Entwicklungsmodell umgestellt werden: Wie von Gimp-Entwickler Martin Nordholts gefordert, sollen neue Funktionen künftig in eigenen Entwicklungszweigen umgesetzt werden, nicht wie bisher im Hauptzweig. Nordholts hatte kritisiert, dass die Entwicklung neuer Funktionen im Hauptzweig immer wieder dazu führe, dass halbfertige Funktionen im Hauptzweig enthalten seien und die Veröffentlichung einer neuen Version blockierten.

Neuerungen sollen als künftig separat reifen und erst dann in den Hauptzweig integriert werden, wenn sie fertig sind. So wollen die Gimp-Entwickler wieder zu häufigeren Veröffentlichungen kommen.

Mit der anstehenden Version 2.8 von Gimp werden ein Ein-Fenster-Modus und Layer-Gruppen eingeführt. Bis zur Veröffentlichung müssen aber noch einige Fehler beseitigt werden. Einen konkreten Veröffentlichungstermin für Gimp 2.8 gibt es bislang nicht, obwohl die Version eigentlich längst fertig sein sollte.

Für Gimp 3.0 ist der Umstieg auf GTK3 und die Unterstützung großer Farbtiefen geplant, Gimp 3.2 soll unter anderem Filter-Layer und eine automatische Verwaltung von Layergrenzen einführen. Mit 3.4 soll dann die schwebende Auswahl automatische Anker finden und Unterstützung für Javascript-Scripting eingeführt werden. Gimp 3.6 soll das Aufzeichnen und Abspielen von Scripten zulassen und sogenannte intelligente Objekte und Layer-Effekte bieten. Die Einführung des Unified Transform Tool ist für Gimp 3.8 geplant.

Einen Zeitplan enthält die Roadmap nicht, wohl aber den Hinweis, dass sich die Ziele noch verändern können.

 

Quelle: Golem.de