Mozilla hat den Share-Buttons mit F1 den Kampf angesagt und die Browsererweiterung in der neuen Version gründlich überarbeitet. Unter anderem gibt es ein komplett neues Userinterface.

Das Projekt F1 des Mozilla Labs soll die Verbreitung von Webseiten über soziale Netzwerke vereinfachen und dabei zugleich die das Web überflutenden Share-Buttons überflüssig machen. Auf den ersten Wurf im November 2010 folgt nun eine Version mit neuem Userinterface und erweiterten Funktionen.

Die erste Version von F1 setzt auf eine horizontale Auflistung der verschiedenen Accounts, über die ein Link samt Bemerkung verteilt werden soll.

Dieser Ansatz stößt aber schnell an seine Grenzen, wenn mehr Dienste und Accounts unterstützt werden. So wurde F1 auf ein vertikales Layout umgebaut, die Accounts werden nun also in einer Liste untereinander angezeigt. Dadurch wird das Texteingabefeld schmaler und die eingegebenen Texte besser lesbar. Auch wird der Inhalt des Browserfensters nun nicht mehr verschoben, da sich F1 in Form eines Dialogs über das Fenster legt. Aufgerufen wird es über die Schaltfläche „F1“ links neben der URL-Zeile.

Die Anmeldung bei den Diensten wickelt F1 per OAuth ab. Unterstützt werden dabei Twitter, Facebook, Google Mail, Google Apps, Yahoo und in der neuen Version auch LinkedIn. Zudem werden bei Twitter und Facebook nun auch direkte Nachrichten unterstützt.

Um das neue Userinterface zu realisierten, setzt F1 auf Technik, die mit Firefox 4 eingeführt wird, so dass die neue Version nicht mit Firefox 3.6 kompatibel ist. Firefox 4 soll im März erscheinen.

F1 steht unter f1.mozillamessaging.com/ zum Download bereit.

Für Webseitenbetreiber stellt F1 ein API bereit, über das sie die Teilen-Funktion mit Inhalten wie Titel, URL und Vorschaubild versorgen können. Dazu erweitert F1 den Browser um die Funktion navigator.mozilla.labs.share(), die aus einer Webseite heraus aufgerufen werden kann, um für einzelne Bestandteile der Seite eine Sharefunktion umzusetzen.

Quelle: Golem.de