Bevor Apple eine Patentklage gegen den Konkurrenten HTC eingereicht hat, soll der iPhone-Hersteller an die Führungskräfte der Mitbewerber herangetreten sein und mit rechtlichen Schritten gedroht haben, sollten patentierte Technologien in den Smartphones verwendet werden. 

Laut einem Bericht des Wirtschaftsmagazins 'Fortune' hat dies der Analyst Yair Reiner von der Investmentbank Oppenheimer herausgefunden. Er beruft sich auf Quellen innerhalb der Branche. Demnach sollen die Drohungen von Apple mehrere Konkurrenten bei derEntwicklung von Smartphones beeinflusst haben. Vor allem die fehlende Multitouch-Unterstützung bei vielen Modellen könnte damit erklärt werden. 

Inzwischen hat Apple die Drohungen in die Tat umgesetzt und vor einigen Tagen eine Klage gegen HTC eingereicht, den Hersteller des Google-Smartphones Nexus One. Insgesamt 20 Patente soll dasUnternehmen verletzen, unter anderem bei der zugrunde liegenden Architektur, bei der Benutzeroberfläche und der Hardware

Steve Jobs hatte die Klage mit folgenden Worten kommentiert: „Wir können rumsitzen und zuschauen, wie die Konkurrenz unsere patentierten Innovationen stiehlt, oder wir können etwas tun. Wir haben uns entschlossen, aktiv zu werden.“ Bereits im Januar 2009 hatte der Apple-Manager Tim Cook darauf aufmerksam gemacht, dass sein Unternehmen alle zur Verfügung stehenden Mittel nutzen wird, um den Missbrauch des geistigen Eigentums zu verhindern.